Das System fester Wechselkurse von Bretton Woods
Im Rahmen der internationalen Währungs- und Finanzkonferenz der UNO, die im July 1944 in Bretton Woods (New Hampshire, USA) stattfand, vereinbarten die Teilnehmerstaaten neben der Einrichtung des IWF und der Weltbank feste Währungs-Tauschkurse.
Jedes IWF-Mitglied band seine Währung fest an den US-Dollar. Der Wert des US-Dollars war mit einem Kurs von 35 US-$ pro Feinunze zum Gold festgelegt und es bestand eine Umtauschgarantie für US-Dollar in Gold (Golddevisenstandard). Alle anderen Mitglieder richteten sich nach der Geldpolitik der USA, um ihre eigenen Währungskurse stabil zu halten, während die Notenbank der USA in der Festlegung ihrer Geldpolitik frei war. Dadurch bestimmte die Geldpolitik USA das weltweite Preisniveau für handelbare Güter.
Der sich nach und nach weltweit vollziehende Übergang zu voll konvertiblen Währungen machte das Währungsmanagement allerdings zunehmend komplizierter. Das Ende des Regimes fester Wechselkurse begann 1971, als Präsident Nixon wegen steigender Leistungsbilanzdefizite der USA den US-Dollar um 10% gegenüber den wichtigsten Handelspartnern abwertete. Anfang 1973 werteten die USA den Dollar ein weiteres Mal um 10% ab, in Europa und Japan wurden die Devisenmärkte geschlossen. Damit endete das Bretton- Woods-System und die Wechselkurse wurden flexibel.
siehe auch:
Ursachen für die Festlegung der Wechselkurse in Bretton Woods
Ursachen für das Ende des Systems fester Wechselkurse 1971/73