Kyoto-Protokoll
Das Kyoto-Protokoll ist ein internationales Abkommen
der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) zum
Klimaschutz. Es schreibt verbindliche Ziele für die Verringerung
des Ausstoßes von so genannten Treibhausgasen fest, welche als Auslöser
der globalen Erwärmung gelten.
Das Abkommen wurde 1997 in Kyoto in Japan ausgehandelt. Es tritt allerdings
erst in Kraft, wenn 55 Staaten, welche zusammen mehr als 55 % der Kohlendioxid-Emissionen
(Stand: 1990) der Industrieländer verursachen, das Abkommen ratifiziert
haben.
Bis dahin scheint es noch ein langer Weg: http://unfccc.int/resource/kpthermo.html
Insbesondere Russland und die konservative Regierung in den USA stehen
dem Protokoll derzeit ablehnend gegenüber. Daher haben sich die Mitglieder
der EU zusammen mit Kanada, Japan und einigen anderen auf ein "Kyoto
light" geeinigt. Auch ohne Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls wollen
diese Länder ihre zugesagte Verminderung des CO2-Ausstoßes
bis 2012 erreichen. Zu diesem Zweck wird derzeit ein Emissionsrechtehandel
in Europa eingerichtet.