Gastarbeiter

Als Gastarbeiter bezeichnet man in Deutschland seit den 60ern Menschen, die in der Regel aus Ländern des Mittelmeer-Raumes als Arbeitskräfte in die Bundesrepublik und andere westeuropäische Staaten eingeladen wurden, weil hier die entsprechenden Arbeitskräfte nicht zur Verfügung standen. Obwohl das Konzept ursprünglich vorsah, daß die Gastarbeiter lediglich Geld als Kapital für eine spätere Existenz in ihrem Heimatland ansparen und nach ein paar Jahren zu ihren Familien zurückkehren sollten, integrierten sich viele Gastarbeiter oder holten ihre Familien nach, zunächst übergangsweise und dann ständig. Heute leben besonders im Ruhrgebiet, aber auch in Berlin Gastarbeiter in der dritten Generation. Nach Deutschland kamen bis zum Anwerbestop 1973 Gastarbeiter aus Italien, Spanien, Portugal und Jugoslawien, später auch aus Griechenland und insbesondere aus der Türkei.