Freimaurer
Die Freimaurer sind ein nach außen charitativ wirkender Geheimbund,
der sich lokal in Logen organisiert. Die Treffen heißen Logensitzungen
und die Mitglieder Logenbrüder. Die wichtigsten Symbole der Freimaurer
sind Zirkel und Winkel. Die einzelnen Logen sind zu Großlogen zusammengeschlossen.
In der Regel werden nur Männer aufgenommen, es gibt jedoch auch Frauenlogen.
Schätzungsweise gibt es weltweit etwa 6 Mio. Freimaurer, davon leben
etwa die Hälfte in den USA. Nach dem Vorbild der Freimaurer haben
sich zahlreiche andere Organisationen wie die Illuminaten,
die Theosophische Gesellschaft, die Studentenverbindung Skull
& Bones oder die Geheimloge P2 gegründet. Oft spricht man
deswegen verallgemeinernd von freimaurerischen Organisationen.
Als Gründungsdatum der Freimaurer gilt die Bildung der ersten Großloge
durch den Zusammenschluss mehrerer Logen am 24. Juli 1717 in London. Die
Freimaurer oientierten sich in Symbolik, Ritus und Lehren an einer Vielzahl
unterschiedlicher Vorbilder, wie etwa mittelalterliche Bauhütten,
ägyptische und griechische Mysterienbünde, der Templerorden,
die Rosenkreuzer, die Kabbalah sowie der Gnostizismus. Die Wurzeln der
Freimauerei liegen also eindeutig in der Esoterik, d.h. in den mystisch-metaphysischen
Geheimlehren des Abendlandes und des Orients. Sehr rasch breiteten sich
die Freimaurer im gesamten Wirkungsbereich der westlichen Kultur aus.